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Wissenschaftler aus den Niederlanden konnten zeigen, dass ein Zuviel an säurebildenden Lebensmitteln das Diabetesrisiko erhöhen könnte. Bei säurelastiger Ernährung erkrankten die Probanden ein Drittel häufiger an Diabetes als Teilnehmer, die basische Lebensmittel bevorzugten.

Um der Frage nachzugehen, ob das Säure-Basen-Gleichgewicht das Risiko erhöht, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, haben die Wissenschaftler die beiden Nurses‘ Health Studies (NHS I und NHS II) mit rund 240.000 Krankenschwestern sowie die Health Professionals‘ Follow-up Study (HPFS) mit knapp 52.000 männlichen Ärzten ausgewertet. In allen Studien wurde das Ernährungsverhalten mit Hilfe von Fragebögen erfasst. Auf diesen mussten die Probanden angeben, welche Lebensmittel und wie häufig sie diese konsumierten.

Anhand von drei Quotienten für die säurebildende Ernährung untersuchten die Wissenschaftler das Risiko: die „Nettoproduktion endogener Säuren (NEAP, net endogenous acid production)“, die das Verhältnis von Protein- zur Kaliumaufnahme angibt, die „potenzielle renale Säurelast", die den Proteingehalt ins Verhältnis zur Phosphat-, Kalium-, Kalzium- und Magnesiumaufnahme setzt und die A:P, die das Verhältnis von Tiereiweiß zur Kaliumaufnahme (A:P, animal protein-to-potassium ratio) bestimmt.

Patienten, die zu Studienbeginn herzkrank waren, einen Diabetes oder eine Krebserkrankung hatten, wurden nicht berücksichtigt. Ausgewertet wurden die Daten von 190.000 Teilnehmern, die im Mittel 21 Jahre lang nachuntersucht worden waren. Im Laufe der Jahre entwickelten von diesen Probanden 15.300 einen Typ-2-Diabetes (8,2%).

Es zeigte sich, dass die Teilnehmer mit den höchsten NEAP-Werten rund 30% häufiger einen Typ-2-Diabetes entwickelt hatten als die mit der säureärmsten Ernährung. Bei der renalen Säurelast lag der Unterschied zwischen Gruppen mit der höchsten und geringsten Säurelast bei 30%. Wurde über den A:P-Wert nur Tierprotein berücksichtigt, waren die Unterschiede zwischen den Gruppen tendenziell noch größer.

Nach Berücksichtigung anderer Faktoren war die Diabetesrate bei sehr säurereicher Ernährung noch zwischen 19 und 26% erhöht – unabhängig von anderen Ernährungsfaktoren. Bei Übergewichtigen und Adipösen war der Effekt weniger stark, was vermutlich damit zusammenhängt, dass hier andere Risikofaktoren als der Säure-Base-Haushalt relevanter sind.

Entnommen der Homepage des VKHD

Quelle Ärztezeitung online

Kiefte-de Jong, J.C., Li, Y., Chen, M. et al. Diabetologia (2017) 60: 270. doi:10.1007/s00125-016-4153-7
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